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Platon und die Liebe – oder, der beste Freund

Ich habe einen besten Freund. Wir kennen uns eigentlich noch nicht so lange, zumindest im Vergleich zu meinen anderen Weiblichen Besten Freundinnen, die ich schon teilweise Jahrzehnte kenne. Heute will ich euch erzählen, wie es dazu kam, dass ich mit einem eigentlich wundervollen Mann nur befreundet bin und über die berühmt-berüchtigten platonischen Freundschaften diskutieren. Ich lernte „Chris“ bei meinem Nebenjob kennen. Eigentlich erinnere ich mich nicht an unsere allererste gemeinsame Schicht, er schon! Ich hielt ihn für einen schüchternen jungen Mann, hübsch, keine Frage, aber er schien mir unerfahren und langweilig. Das erste Mal positiv viel er mir auf, als ich feststellte, dass wir den gleichen Musikgeschmack hatten und in den gleichen Clubs unterwegs waren. Die große Überraschung Nr. 2 war, dass er der beste Freund eines sehr guten Bekannten ist (der ebenfalls mein Arbeitskollege ist) und mit dem ich oft schon was unternommen hatte, folglich war es total verwunderlich, dass wir uns bis dato nicht kannten. Chris war vergeben als wir uns kennenlernten, trotzdem hatte ich das Gefühl er würde mich anbaggern.

Den Jahrestag unserer Freundschaft datieren wir auf den 19. November. An diesem Tag hatte besagter Freund Geburtstag und wir hatten einen langen, tequilareichen Abend an der Bar eines Irish Pubs, gefolgt von einem Abstecher in einen unserer Lieblingsclubs. Dorthin sind wir alleine verschwunden. Und so begann alles. Von da an trafen wir uns in mehr oder weniger regelmäßigen abständen um zusammen zu trinken, zu feiern oder um auf Veranstaltungen zu gehen. Ich würde ihn nicht von Anfang an als meinen besten freund betiteln. Er ist ein attraktiver Mann, ich bin eine attraktive Frau und er fand mich auch attraktiv, das wusste ich. Trotzdem kahm es zwischen uns nie zu etwas. Vllt weil wir gegen Ende unserer Abende immer zu betrunken waren, vllt weil er eine Freundin hatte. Aber diese war auch nach einigen Monaten passé.

Irgendwann wurde es mehr als nur zusammen feiern gehen, wir fingen an uns echte Probleme und Sorgen mitzuteilen und spätestens ab diesem Punkt wurde mir klar, dass er mir als Freund viel zu wichtig ist, als dass ich es riskieren wollte unsere Freundschaft durch Sex zu zerstören. Ich schätze unsere Beziehung.

Lange haben wir uns vor allen anderen damit gebrüstet, dass wir zu zweit feiern gehen und danach betrunken in einem Bett zusammen schlafen, ohne dass wir etwas miteinander haben. Und irgendwann ist es dann doch passiert. Wir waren donnerstags auf einer Medizinerparty und haben mal wieder viel zu viel getrunken. Wir sind zu ihm gefahren und eigentlich hätten wir wie immer nur zusammen nebeneinander im Bett schlafen können. Aber dieses mal nicht. Ich weiß nicht ob ich diejenige war die anfing! Bestimmt! Auf jeden Fall waren wir betrunken und notgeil und hatten Sex. Wie es genau war weiß ich gar nicht mehr. Ich wachte morgens auf mit dem unguten Gefühl, dass nun alles anders sein könnte. Die Freundschaft kaputt, es ab jetzt komisch wird über Sex zu reden, jetzt wo wir schon mal welchen hatten. Aber die nächsten Tage zeigten, dass wir damit beide ziemlich locker umgehen konnten und diese Nacht sehr schnell kein Thema mehr war und sich unser Verhältnis keinesfalls geändert hatte. Es war einer der berühmten „Ausrutscher“.

Naja, aber wenn man halt einmal damit anfängt. Eine Woche später, Weiberfasnacht. Wir sind wieder zu zweit unterwegs, wieder kräftig am feiern. Und alles endet, wie es enden musste: bei ihm im Bett und wir treiben es schon wieder. Aber auch dieses zweite Mal, änderte überhaupt nichts an unserem Verhältnis zueinander.

Eine Woche später sind wir zusammen mit zwei weiteren Freunden in den Urlaub gefahren, dort teilten wir uns ein Zimmer. Und alles war wie immer, also konnten wir es doch noch: einfach zusammen nebeneinander schlafen, wie Freunde eben, ohne voller Begierde übereinander herzufallen.

Können Männer und Frauen eine rein platonische Freundschaft führen? Ohne den Hauch von sexueller Anziehungskraft zwischen ihnen? NEIN, sagt ein Forscherteam der Universität von Winsconsin-Eau Claire in den USA und NEIN sage ich. Natürlich gibt es eine gewisse Art an sexueller Anziehung zwischen uns, aber ich kann ihn nicht einfach als Sexobjekt benutzen, so wie die anderen Männer. Er ist mir wichtig und ich mag ihn. Die anderen Typen mit denen ich schlafe, sind mir egal, es ist mir eigentlich wie ihr Tag war, was sie bedrückt, ob sie beim Sex zum Zuge kommen usw.

Die nächste Frage die sich nun stellt ist: Warum ich mit ihm keine Beziehung möchte? Schon alleine beim ausformulieren der Frage, muss ich schmunzeln. Naja, also für eine Beziehung gehört halt auch mehr dazu als jemanden nur zu mögen/schätzen. Ich liebe ihn nicht, er hat unendlich viele Macken und Eigenarten die ich nicht leiden kann und an einem Partner wohl kaum tolerieren würde. Außerdem sind da einfach keine Gefühle da außer rein Freundschaftliche. Ich bin nicht eifersüchtig wenn er mir von den Mädels erzählt die er aufgerissen und ins Bett bekommen hat. Und auch wenn er mir davon erzählt, dass er sich in eine verliebt hat spüre ich keinerlei Eifersucht. Von da her bin ich mir ziemlich sicher, dass ich für ihn nichts weiter als aufrichtige Freundschaft empfinde.

Ich möchte ihn nicht missen und versuche ganz fest an der Vorstellung festzuhalten, dass wenn einer von uns in einer festen Beziehung ist, unsere Freundschaft anhalten wird. Jedoch bin ich Realist und mir durchaus bewusst, dass dies wohl unmöglich ist.

In diesem Sinne

<3 XOXO <3

13.5.14 13:49
 
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